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08.10.2018 von Axel Sammrey

Oyten/Etelsen - Von Frank von Staden. Viel Ballbesitz, geringer Ertrag: Auf diese einfache Formel kann derzeit die Spielweise des Bezirksliga-Titelmitfavoriten TSV Etelsen heruntergebrochen werden. So präsentierten sich die Schlossparkkicker auch am Sonntag im Derby beim TV Oyten optisch überlegen und legten auch die etwas reifere Spielweise an den Tag, doch letztlich ließen die Blau-Weißen dann erneut zwei Punkte beim doch gerechten 2:2 liegen.

„Das war doch klar, dass die Etelser als Favorit bei uns mehr Ballbesitz haben würden. Doch wir haben das über weite Strecken sehr gut und die Räume eng gemacht. Es war von beiden Seiten ein gutes Spiel, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Auch wenn wir uns bei den Gegentoren natürlich blöd angestellt haben“, konstatierte nach Spielschluss ein sichtlich zufriedener Oytener Coach Axel Sammrey. 

Sein Pendant Gerd Buttgereit lächelte zwar auch nach dem Abpfiff des nicht immer ganz sicher wirkenden Unparteiischen Mohammed Ibrahimov (Winsen/Aller), zeigte sich aber nur sehr bedingt mit dem Spielausgang und auch der Vorstellung seines Teams einverstanden: „Wir hatten das klare Ziel drei Punkte – das haben wir verfehlt. Wir waren überlegen, haben das aber erneut nicht mit den nötigen Toren untermauern können. Allerdings wurden uns auch zwei Strafstöße verwehrt, die das Spiel in eine andere Richtung gedreht hätten!“ Nun, zumindest einmal hätte der Unparteiischen durchaus auf den Punkt zeigen können (60.), als Micha Langreder nach einem Solo unsanft im 16er gebremst wurde, Ibrahimov seinen Faller aber als Schwalbe wertete. 

Zu diesem Zeitpunkt hieß es 1:1. So sorgte Pascal Döpke schon früh für die Oytener Führung, nachdem sich Marius Winkelmann an der Grundlinie gut durchsetzen konnte und fast ungehindert flanken durfte (3.). Danach ließen die Etelser viele Chancen ungenutzt, vor allem Bastian Reiners fehlte völlig das nötige Zielwasser. Nachdem dann Oytens Kone gar das 2:0 liegen ließ (49.), sorgte Nico Meyer nach Müffelmann-Ablage mit einem Schuss in den Winkel für das 1:1 (52.). 

„Beim 2:1 für Oyten haben wir uns dann wirklich saudumm angestellt“, beurteilte später Buttgereit den Treffer von Daniel Aritim, der einen weiten Befreiungsschlag von Pascal Döpke erlief und nur Geleitschutz beim Konter bekam (71.). „Wir haben es aber dann beim 2:2 nicht besser gemacht. Das Tor darf niemals so fallen“, hatte auch Sammrey einen Grund zum Maulen. Ein eher harmloser Littmann-Freistoß fand seinen Weg zum gerade erst eingewechselten Nico Kiesewetter, der wenig Mühe hatte, die Kugel aus vier Metern in die TVO-Maschen zu hämmern (80.).

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