header
Senioren 04.11.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: Ein zähes und kraftraubendes 0:0.

Schön sieht im Fußball wahrlich anders aus. So war es spielerisch, was die beiden Bezirksligisten MTV Riede und TV Oyten am Sonntag boten, eher unterste Kategorie. Kämpferisch aber gaben beide Teams beim 0:0 alles.

VON FRANK VON STADEN

Riede/Oyten – Das war schon schwere Kost, was die beiden abstiegsbedrohten Klubs im Kellerduell zu bieten hatten. Was allerdings auch stark dem tiefen und seifigen Geläuf in Riede geschuldet war. „Wir trainieren ständig auf diesem Platz. Und selbst wir, die ihn ja kennen, bekommen auf dem fast nichts hin“, zuckte da Marcel Bremer, Keeper des MTV, später nur mit den Schultern. Ein einziges Mal wurde der Schlussmann in den 90 Minuten gefordert, als Dorian Mothes urplötzlich frei vor ihm auftauchte, den Ball aber nicht an Bremer vorbeibringen konnte (84.). Ansonsten verlebten er als auch sein Pendant Christian Rathjen eher einen ruhigen Nachmittag, da sich die Partie doch meistens zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Für Feingeister des Fußballs war dieses Abstiegsduell dann auch weniger. Die, die den Kampf lieben, kamen indes auf ihre Kosten. Denn beide Teams investierten viel, gaben kaum einmal einen Meter Boden freiwillig her. „Wir hatten etwas mehr vom Spiel, hatten es bis auf die Schlussphase eigentlich unter Kontrolle. Nur vorne war es halt zu wenig. Dennoch hatten wir die beste Chance. Bei einem Team, das auf Platz drei steht, geht dieser Ball rein. Bei uns eben nicht“, dachte später Riedes Coach Marc Wurthmann an die Riesenmöglichkeit des eingewechselten Janek Wohlers, der aus sieben Metern nur den Pfosten traf (90.).

„Auch wenn wir in den letzten zehn Minuten Oberwasser hatten und mehr zulegen konnten, bin ich mit dem Punkt zufrieden. Es wäre schon bitter gewesen, wenn wir am Ende mit gar nichts nach Hause hätten fahren müssen. Auf diesem schweren Boden war letztlich nicht mehr möglich“, sagte da Oytens Übungsleiter Axel Sammrey, der Mitte des zweiten Durchgangs Murat Avanas einwechselte, „von dem ich mehr Distanzschüsse erwarten konnte, da sich ja bei uns sonst keiner getraut hatte, mal zu schießen.“ Zwar fiel der Stürmer erst nur durch übertriebenes Einzelspiel auf, doch in den letzten Minuten taute Avanas immer mehr auf und jagte auch drei, vier Bälle und Freistöße aufs Bremer-Tor, die aber allesamt ihr Ziel verfehlten.

Im ersten Abschnitt noch war da gar nichts vom TV Oyten zu sehen. So verbuchten dann auch nur die Rieder einige Halbchancen und Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auch einen Freistoß von Kai Mindermann, den Rathjen gerade noch so um den Pfosten lenken konnte. „Ja, vielleicht hatten wir die etwas hochprozentigeren Chancen. Doch auch ich kann am Ende mit diesem Punkt gut leben“, machte dann Wurthmann auch kein unzufriedenes Gesicht.

Foto: Hatte im ersten Durchgang mit einem Freistoß Pech: Riedes Kai Schumacher, hier gegen Oytens Ole Persson (l.). Foto: vst

Senioren 02.11.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Nico Brunetti. Oyten und Riede: Der umgekehrte Weg.

Viele Verletzte, wenig Punkte: Es ist keine einfache Situation für den MTV Riede. Und bestenfalls soll schnell die Wende eingeleitet werden, am liebsten am Sonntag um 14 Uhr gegen den formstarken TV Oyten.

Lennart Schröder, Marvin Just, Torben Meyer, Torben Schumacher, Marcel Schumacher, Dennis Weigel, Hendrik Meyer, Marcel Grashoff und Kai Schumacher – das Lazarett beim Fußball-Bezirksligisten MTV Riede ist prall gefüllt. Zugleich haben die vielen Verletzungen dafür gesorgt, dass die Rieder nach gutem Saisonstart komplett aus dem Rhythmus geraten und sogar bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht sind. Eine Misere, die unbedingt beendet werden soll. Und das am besten schon am Sonntag um 14 Uhr zu Hause gegen den punktgleichen TV Oyten. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe. Wir haben ein Heimspiel und haben immer noch genug Spieler auf dem Platz. Wir spielen ja nicht nur mit sechs Spielern“, gibt sich Riedes Coach Marc Wurthmann kämpferisch.

Er bemüht die Sätze, die Trainer in solch einer schwierigen Situation meistens sagen. „Jeder muss für jeden einstehen. Es geht nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung“, erklärt er und würde am liebsten drei Euro ins Phrasenschwein werfen. Im Endeffekt ist es aber auch die erfolgversprechende Herangehensweise für Vereine im Tabellenkeller. Andere Alternativen, als den Zusammenhalt in den Fokus zu rücken, hat der MTV aktuell auch nicht. Schließlich können die Rieder durch die Ausfälle weder über die individuelle Klasse noch über die Eingespieltheit kommen. Vor allem die Frage, wer die Tore schießen soll, ist momentan schwer zu beantworten. Mit Schröder und Just werden die beiden besten Stürmer im Kader noch längere Zeit nicht zur Verfügung stehen, vor Saisonstart verletzte sich schon Dennis Weigel. Die danach ausgetesteten Varianten waren bisher nicht von Erfolg gekrönt.„Wir werden nochmal ein bisschen umstellen“, kündigt deshalb Wurthmann an.

Dabei ist die Aufgabe nicht leicht. So muss er Spieler auf ungewohnten Positionen aufstellen, ohne das alle Automatismen abhanden kommen. Zudem ist es wichtig, dass die getroffenen Maßnahmen für keine Steigerung der Verunsicherung sorgen. Das ist Wurthmann bewusst, der versucht, eine positive Haltung vorzuleben. Denn trotz der katastrophalen Punkteausbeute zuletzt – nur ein Zähler aus den vergangenen acht Partien – bleibt er weiter zuversichtlich.

Keine Trainerdiskussion in Riede

„Wenn ich nicht daran glaube, wer denn dann? Es muss sich jetzt einfach die zweite Reihe beweisen“, meint Wurthmann und trifft damit den gleichen Ton wie Riedes Spartenleiter Frank Lindenberg: „Wir sind der Männerturnverein. Wir werden weiterkämpfen und den Kopf oben halten.“ Anders als im Vorjahr soll es in dieser sportlichen Talfahrt diesmal keine Veränderung auf der Trainerposition geben. „Von 24 möglichen Punkten nur einen zu holen, ist natürlich eine Hausnummer. Im Moment haben wir aber keine Absichten, über den Trainer zu diskutieren. Unsere Situation, die wir haben, ist dem Verletzungspech geschuldet. Wir lassen uns als Vorstand nicht verrückt machen und haben Geduld“, betont Lindenberg. Die Rückendeckung stärkt Wurthmann, der aber auch klarstellt: „Ich klebe nicht auf meinem Stuhl. Sollte es für einen Motivationskick einen Trainerwechsel brauchen oder sollte ich der Meinung sein, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen, dann würde ich was anderes machen.“

Unter anderem eine gute Trainingsbeteiligung sendet aber das Signal, dass die Fußballer in Riede zurzeit gerne mit Wurthmann zusammenarbeiten. Mit mindestens sechs Zählern vor der Winterpause, so lautet das Ziel, würde das Team dies dann an den Spieltagen untermauern. Beim kommenden Gegner ist ein solches Zeichen geglückt. Der TV Oyten ist Axel Sammrey den umgekehrten Weg gegangen. Nach schwachem Saisonstart haben sich die Oytener mit drei Siegen auf Rang 12 vorgearbeitet und können nun ebenso wie der MTV Riede auf elf Punkte verweisen.

Foto: Die Oytener Bezirksliga-Fußballer um Daniel Aritim (rechts) sind dabei, Torben Maass und dem MTV Riede davonzuziehen. (Björn Hake)

Senioren 28.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Verdener Nachrichten von Florian Cordes. Fußball-Bezirksliga: Oyten setzt positiven Trend fort.

Wieder hat der TV Oyten gewonnen: Beim VSK Osterholz-Scharmbeck feierte das Team von Axel Sammrey den dritten Sieg in Folge.

Das hat es in dieser Saison der Fußball-Bezirksliga am ersten Spieltag zuletzt gegeben: Der TV Oyten befindet sich nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. Durch einen 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg am Sonntagnachmittag gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck hat das Team von TVO-Trainer Axel Sammrey den Sprung auf den Relegationsplatz vollführt. Der Sieg beim VSK war für Oyten der dritte in Serie.

Sammrey war nach dem Spiel glücklich, wusste aber auch, dass das Spiel hätte anders laufen können. „Der Sieg war längst nicht so klar, wie das Ergebnis es aussagen mag. In der ersten Halbzeit hatte der VSK bestimmt 70 Prozent Ballbesitz. Wir sind kaum zur Entlastung gekommen“, schilderte der Trainer. „Zudem hatten wir bei einigen Szenen Glück.“ Unter anderem trafen die Gastgeber nur die Latte. Oyten rettete sich aber mit einem 0:0 in die Pause. Sammrey: „Ich habe den Jungs dann gesagt, dass für uns etwas drin ist, wenn wir die ersten 15 Minuten nach der Pause heile überstehen, weil der VSK immer nervöser wurde.“ Und so kam es dann auch: Amadinho Kone schoss Oyten in Führung (78.), Anton Strodthoff stellte fünf Minuten vor Schluss den Endstand her und der TV Oyten hatte nach langer Zeit den Weg aus der Abstiegszone gefunden.

Foto: Amandinho Kone schoss Oyten gegen den VSK in Führung. (Björn Hake)

Senioren 26.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Schweres Auswärtsspiel steht für uns an.

Senioren 19.10.2019 von Lars Weber

3. Herren: Kantersieg im Aufstiegskampf


Freitagabend Flutlichtspiel, die 1. Herren parallel, was kann es schöneres geben? Und dann....

Kein Schiedsrichter!

Mit 40 Minuten Verspätung, zahlreichen Telefonaten, pfiff der Vater vom Co-Trainer (TSV Bierden) das Spiel endlich an. 

Wenn der Tabellenführer gegen den Tabellenletzten spielt, sollte das Ergebnis ein Selbstläufer sein, eigentlich. Spieler wurden für die nächsten Spiele geschont, die Chance für die Spieler mit wenig Einsatzzeiten war geboren. Trotz drückender Überlegenheit, der Gegner kam in den ersten 10 Minuten gefühlt nur zwei mal über die Mittellinie, dauerte es bis zur 29. Minute, bis die Führung eingenetzt war. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch um die interne Torjäger Krone zwischen Felix und JoJo. Mit Ausnahme von Sandro schossen die beiden die Führung zum 6:0 alleine heraus. Beide stehen jetzt mit insgesamt 7 Treffern an der Spitze der Torjäger der 2. KK!

Und dann kam Kai, der Gerhard, der Bartels, der seit Wochen (gefühlt seit Monaten) als Stürmer nicht mehr getroffen hatte. Es dauerte bis zur 89. Minute, bis auch er sein Ding zum 7:0 Endstand über die Linie gebracht hat. Aber, wie auch in den Spielen zuvor, hat er sehr mannschaftsdienlich gespielt und diesmal drei Buden vorgelegt. Der Bann ist gebrochen und Kaile ist on fire….

Warum haben wir eigentlich auf einem Freitag gespielt? Unser Torwart Tobi Hollander hat einen Tag später seinen Ehrentag, er wird dreißig. Das bedeutet, er ist jetzt im vierten Jahrzehnt und geht auf das fünfte....

Nach dem Duschen gab es dann noch das Fegen, auf der Terrasse nach dem Heimsieg der 1. Herren (Glückwunsch) gegen Achim. Die Kronkorken wurden auf dem Boden verteilt und mit Klobürste und Handfeger wurde das Zusammenschieben der Kronkorken praktiziert. Bei Bier und Kurzen wurde der Sieg und das Fegen gefeiert.

Nun denn, es grüßt euch der Tabellenführer....

Senioren 19.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: Brand beginnt wie der Blitz – 2:1. Oytener trifft am Freitagabend gegen TSV Achim in erster Minute.

Oyten - Von Ulf Von Der Eltz. Jetzt hat der TV Oyten endlich den ersten Heimsieg in der Tasche: Am Freitagabend feierte die Sammrey-Elf im Bezirksliga-Derby ein hochverdientes 2:1 (1:0) über einen enttäuschenden TSV Achim. Kein Wunder, dass Coach Axel Sammrey trotz unnötigen Zitterns in den Schlussminuten strahlte: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt. Es wäre super gewesen, wenn wir ein zweites Tor nachgelegt hätten. Aber wir haben das zweite Mal gewonnen und sind wieder dabei, da will ich nicht meckern.“

Völlig anders sah die Gemütslage bei Sven Zavelberg aus, dem sogar die Hutschnur platzte. „Bei so vielen Fehlern im Aufbau brauche ich keinen Fußball zu spielen. Wir haben unbedrängt 70 Fehlpässe produziert, es fehlte die nötige Bereitschaft. Letztlich haben wir nicht gegen Oyten, sondern für Oyten gespielt,“ bezeichnete Achims Trainer den Erfolg für die Gastgeber als geschenkt an – harter Tobak.

Das Unheil für die Auswärts-Kicker nahm schon mit dem ersten Angriff seinen Lauf: Unnötig eine Ecke produziert, bei der Ausführung von Julian Stiehl völlig gepennt und dann keine Chance mehr beim Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Lennard Brand – 1:0 für den blitzartig beginnenden TVO (1.). Schon nach zehn Minuten fragte Zavelberg erstaunt in Richtung des Abwehr-Organisators Patrick Spitzer: „Sind alle wach da hinten?“ Der Routinier antwortete mit einem Achselzucken.

Und es ging so weiter: Oyten holte sich bissig die Bälle, spielte schnell nach vorne und hatte weitere Chancen: Der starke Nico Oetting traf aus 30 Metern übers Tor (16.), Anton Strodthoff scheiterte nach tollem Solo knapp (26.), Dennis Wiedekamp fand aus Kurzdistanz seinen Meister in Keeper Kai Sedlasek, der den erkrankten Vincent Schicks vertrat (32.). Sammrey: „Dass wir die Hochkaräter nicht verwerten, ist schade. Damit bringen wir uns selber in Not, weil wir zwischendurch den Faden verlieren.“

In Hälfte zwei kam Achim etwas besser ins Spiel, Spitzer prüfte mit einem Freistoß TVO-Keeper Christian Rathjen (55.). Brands Schuss, den Sedlasek prima abwehrte (59.), blieb für lange Zeit die letzte Chance. Erst Strodthoff nach starkem Konter über Krimmer traf zum 2:0 (77.) – der Sieg schien in der Tasche.

Doch schon im Gegenzug schien die Abwehr der Blau-Roten im Tiefschlaf, Tim Melzer markierte nach Pass in die Tiefe per Flachschuss den 1:2-Anschluss (78.). Gegen nun öffnende Achimer startete vor allem der eingewechselte Murat Avanas manchen Konter, agierte dabei jedoch oft zu eigensinnig. Einmal steckte er stark durch, aber Strodthoff verpasste, nachdem er Kai Sedlasek schon umkurvt hatte (83.).

Im Vorwärtsgang: Anton Strodthoff (hier gegen Achims Patrick Bormann) vergab zwei gute Chancen, steuerte aber einen Treffer zum 2:1-Sieg des TV Oyten am Freitagabend bei. Foto: Hägermann

Senioren 16.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de: Das nächste Derby für Oyten – und wieder gegen Achim. Sammrey will nachlegen.

Oyten – Das nächste Derby für Fußball-Bezirksligist TV Oyten: Am Freitagabend (19.30 Uhr) erwartet das Team von Trainer Axel Sammrey den TSV Achim. Und nachdem der TVO zuletzt beim 4:2-Erfolg über RW Achim im zehnten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg gefeiert hat, gilt es nun nachzulegen, um den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld herzustellen.

„Ich hoffe, dass wir Achim können“, gab Sammrey mit einem Schmunzeln zu verstehen. „Doch ich gehe nicht davon aus, dass wir noch einmal unterschätzt werden. Zudem bleiben wir auch auf dem Teppich“, verspürte der TVO-Trainer nach dem Befreiungsschlag keinen Anfall von Euphorie. 

„Ich denke, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Zumal wir in den vergangenen Heimspielen nicht so schlecht gespielt haben. Und wenn wir unsere Chancen dann mal nutzen, dann kann es auch was werden“, will Sammrey seine Elf nicht groß ändern. Fest steht nur, dass Christian Rathjen wieder ins Tor rückt.

Für Achims Trainer Sven Zavelberg ist entscheidend für den Ausgang, „dass wir mit der vernünftigen Einstellung in die Partie gehen und vor allen Dingen über 90 Minuten konzentriert sind. Fehler werden in dieser Liga nämlich sofort bestraft. Fußballerisch müssen wir uns in Oyten sicher nicht verstecken.“ Verzichten müssen die Gäste auf Patrick Ehrhardt, der sich in Sottrum allem Anschein nach einen Kreuzbandriss zugezogen hat. 

kc

Senioren 14.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Kreiszeitung.de von Björn Drinkmann. Firat Karaca ärgert seinen Vater – 4:2. Oytens Youngster gelingt Doppelpack im Derby beim 1. FC Rot-Weiß Achim.

Achim - Von Björn Drinkmann. Ausgerechnet der erst 18-jährige Firat Karaca avancierte beim 4:2 (3:0)-Erfolg seines TV Oyten im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga beim 1. FC Rot-Weiß Achim zum Matchwinner für die Gäste. Ob er dadurch im Anschluss zu Hause Probleme bekommen hat, ist noch unklar. Schließlich ist sein Vater Fikret Karaca ja bekanntlich der Sportliche Leiter der Achimer.

Allerdings dürfte Fikret Karaca angesichts der Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte ganz andere Sorgen haben. Denn von Präsenz, Körpersprache oder einer Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen war aber auch überhaupt nichts zu sehen. Ganz anders die Oytener, die von Beginn an attackierten und sich vor dem Tor, im Gegensatz zu den Vorwochen, eiskalt zeigten. Niko Oetting legte den Ball frei vor dem Tor uneigennützig auf Karaca auf, der nur noch einschieben musste (14.) – 0:1. Noch schöner die Kombination des TVO zum 2:0, als sich Anton Strodthoff stark gegen zwei Achimer durchsetzte, den Ball auf die rechte Seite zu Karaca legte. Und dessen Querpass schlenzte Strodthoff direkt ins lange Eck (18.). Als Strodthoff nach einem Freistoß im Mittelfeld den Ball nach Ablage von Oetting zum 3:0 (22.) über die Linie stocherte, waren die Achimer richtig bedient. Dabei konnten sich die Gastgeber sogar noch bei Aydin Burc bedanken, der direkt vor der Pause den nächsten Gegentreffer verhinderte. „Reißt euch jetzt alle mal zusammen oder habt ihr noch nie Fußball gespielt?“, versuchte der routinierte FC-Mittelstürmer Faruk Senci seine Mannschaft kurz vor der Pause aufzuwecken.

Doch direkt nach Wiederanpfiff war Karaca erneut zur Stelle, als sich die komplette Hintermannschaft der Achimer scheinbar noch in der Pause befand – 0:4 (47.). Und er hätte fast noch seinen dritten Treffer nachgelegt. Denn obwohl er von Zedan Yoldas festgehalten wurde, kam er noch zum Abschluss, den FC-Keeper Tobias Grönewold parieren konnte. Erst nach einer guten Stunde entschieden sich die Achimer, auch am Spiel teilzunehmen. Sie versuchten es immer wieder über die rechte Seite mit dem stark aufspielenden Wilfried Yao. Sein erster Warnschuss ging klar drüber, der zweite nur knapp vorbei. Dann fand er mit seiner gut getimten Flanke Berkat Karaca, der zum 1:4 (74.) einköpfte. Danach bediente er Faruk Senci, der jedoch am gut aufgelegten Fabian Meyer scheiterte. Nesic jagte den Nachschuss freistehend über den Kasten. Danach bekamen die Achimer dann noch einen umstrittenen Foulelfmeter (Krüger an Senci) vom ansonsten sehr souveränen Schiedsrichter Lennart Fahnenmüller zugesprochen, den Senci mit etwas Glück zum 2:4 (87.) verwandelte. Doch zu mehr sollte es nicht reichen. Achims Trainer Andreas Taubhorn fand dann auch klare Worte: „Meine Mannschaft hat das Spiel am Anfang nicht für voll genommen. Scheinbar haben alle gedacht, dass wir die sieglosen Oytener so weghauen. Aber ohne Körperspannung ist das nicht möglich.“ Ganz anders stellte sich natürlich die Gemütslage bei den Oytenern dar. „Es wurde einfach mal Zeit, dass wir uns belohnen. Es war entscheidend, dass wir unsere ersten drei Chancen gleich genutzt haben. Dass es dann hinten heraus fast noch einmal eng wird, war dann etwas unnötig“, fand Oytens Trainer Axel Sammrey trotz des ersten Sieges doch noch ein kleines Haar in der Suppe.

Foto Björn Drinkmann:

Und wieder ist Oytens Matchwinner Firat Karaca (links) einen Tick schneller als Achims Aydin Burg.

Senioren 11.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Die nächste Möglichkeit, die nächste Chance Punkte zu holen. Sonntag 15:00 Uhr in Bierden gegen 1. FC RW Achim.

Senioren 10.10.2019 von Axel Sammrey

1. Herren: Gestern Abend völlig verdient mit 0:5 untergegangen. Da half auch das ganze Basteln nichts.

Verdener Nachrichten von Florian Cordes vom 08.10.2019:

Sammrey muss wieder basteln

Nach dem Punktgewinn gegen den TV Sottrum fährt der TV Oyten am Mittwochabend nun zum SV Komet Pennigbüttel. Trainer Axel Sammrey muss seine Startelf aber wieder einmal umbauen.

Ein kleines Erfolgserlebnis durfte der TV Oyten am vergangenen Freitag feiern. Das Schlusslicht der Fußball-Bezirksliga holte beim 1:1 gegen den Aufsteiger TV Sottrum den zweiten Punkt der Saison. Nun steht für die Mannschaft von Axel Sammrey am Mittwochabend (Anpfiff um 20 Uhr) das nächste Spiel an, das allein aufgrund der tabellarischen Konstellation ein enorm wichtiges ist. Denn der TVO-Trainer fährt mit seinem jungen Team zum SV Komet Pennigbüttel. Die Kometen stehen mit sieben Punkten zwei Ränge über Oyten.

Coach Sammrey will die Partie auch optimistisch angehen. Das Unentschieden gegen Sottrum hat dem Tabellenletzten zumindest ein wenig Selbstvertrauen verliehen. „In diesem Spiel wurde ja auch vieles sehr gut gemacht. Nur die Chancenverwertung hätte wesentlich besser sein müssen. Wenn wir jetzt in Pennigbüttel wieder so auftreten wie am Freitag, dann habe ich Hoffnung, dass wir dort etwas holen können“, sagt Sammrey.

Mit einem Problem muss der Coach jedoch auch vor dieser Begegnung leben, das sich schon durch die gesamte Saison zieht. „Ich muss wieder mal in Sachen Aufstellung basteln“, merkt Sammrey an, dass er nicht auf dieselbe Startelf setzen kann wie gegen die Sottrumer. Verzichten muss Axel Sammrey gegen die Kometen auf Amadinho Kone, Erik Baeßmann und Dorian Mothes. Das Trio fehlt aus beruflichen Gründen. „Es ist auch deshalb ärgerlich, weil alle drei zuletzt sehr gut gespielt haben“, bedauert Sammrey die Ausfälle. „Ich würde mir einfach mal wünschen, mit der gleichen Elf spielen zu können, wenn es mal gut gelaufen ist. Aber ausgleichen können wir die Ausfälle.“ Demnach kehren Henrik Müller und Patrik Kuhna zurück in den Kader.

Foto: Oytens Patrick Kuhna kehrt gegen Pennigbüttel wieder in den Kader zurück. (Björn Hake)

Zurück 1 2 4 5 6 7 8 9 ... 23 24
Beitragsarchiv